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25. Dezember 2001 – Frohe Weihnachten - Buschfeuer


Frohe Weihnachten liebe Freunde!

Wir haben ja schon angedeutet, uns der Wehnachtshektik heuer zu entziehen.
Ein nicht ganz alltägliches Essen wollen wir uns aber doch gönnen. Wir haben daher einen Tisch im Red Gum in Manly bestellt, dessen Küche eine Synthese aus teilweise sehr traditionellen europäischen Zutaten und ebenso traditionellen Bestandteilen der Aboriginal-Küche darstellt (die Namen dieser Zutaten sind uns leider teilweise unbekannt geblieben).

Gabi:

Lobster-Ravioli mit Shiitake-Sahne-Sauce
Putenrollen gefüllt mit einer Farce mit getrockneten Tomaten, Macadamianüssen und Rosinen
Christimas-Pudding-Eis (Rosinen, Feigen, Nüsse)

Christian:

King Prawns auf Feldsalat mit Mango-Balsamico-Vinaigrette
Gebackener Barramundi auf (Karotten?)-Mus mit Balmain Bugs (Seafood)
Pavlova mit Wattleseed-Crème auf Beeren

Prost!

 


Während des genussvollen Essens frischt plötzlich der Wind sehr stark auf und eine kräftige Böe kippt sogar Gläser auf dem Esstisch um. Der Himmel bleibt überwiegend blau, nimmt jedoch an einigen Stellen eine unheimliche rot-blau-dunkelbraune Färbung an.


Es kann keinen Zweifel mehr geben: das Bushland, von dem Sydney umgeben ist, brennt.


Die von der trockenen, heißen Wetterlage unterstützten Buschfeuer sind von uns zwar mindestens 30 Kilometer entfernt, umschließen aber zeitweise die gesamte Stadt und erzeugen die Rauchfahnen, die unseren Himmel verdunkeln. Einige Tausend Feuerwehrleute brechen sofort ihren Weihnachtsurlaub ab, um wenigstens ein Ausbreiten der blitzschnell voranschreitenden Flammenfront zu verhindern.

Auf die "Weihnachtsfeierlichkeiten" der nicht betroffenen Sydneysider hat das Feuer jedoch wenig Einfluss, auch wenn natürlich jeder darüber spricht ...

Merry Christmas!


Die Rauchfahnen verlassen das australische Festland und tragen über hunderte von Kilometern Asche und sogar verbrannte Blätter auf das Meer hinaus.


Manly erglüht in einem unheimlichen, durch den Rauch entstehenden Licht.



Nach kurzer Ruhepause noch ein Gang an den Strand vor unserer Haustür. Das Licht ist noch schöner geworden, leider vor dem traurigen Hintergrund, dass große Teile des Royal National Park und auch bereits einige Häuser den Flammen zum Opfer gefallen sind.



Aufgenommen um 18:36 Uhr, zwei Stunden vor dem regulären Sonnenuntergang.

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