
Das wäre also sowas wie der australische ICE,
er fährt bis zu 160 Km/h (aber sehr selten,
Fahrtzeit 11 Stunden), hat kein Raucherabteil, hält
an jeder Milchkanne zwischen Melbourne und Sydney
und seine Benutzung kostet wenig
(ca. 100 DM für die einfache Fahrt Melbourne
- Sydney; ca. 800 Km). |

Der Zug (laut Reisebegleitheft "australian
made") besitzt Sitze, die denen im französischen
TGV entsprechen (auch australian made). Der Sitzabstand
war zwar wirklich luxuriös, aber die Sitze
äußerst klapprig. |

Kurz hinter Melbourne, das - genau wie Sydney -
eine riesige Fläche bedeckt, sieht die Landschaft
so aus wie auf diesem Bild. Ganz interessant, Steppe,
Weideland, gelegentlich von Hügeln und verbrannten
oder unverbrannten Eukalyptusbäumen aufgelockert
Das Bild sollte sich auf den nächsten 700 Km
nicht mehr ändern. |

Hier ein solcher Milchkannen-Haltepunkt. Das Eingeborenenwort
Wangaratta könnte im deutschen etwa "Ort,
wo sich die Schlange abends zum Wasserloch herunterwindet"
oder "Platz, an dem das große, rote Känguruh
Wanga gestorben ist" heißen. Einwohnerzahl
dieser "ICE-Bahnhöfe" meist Hunderte.
Bei einem sind wir aber ganz sicher, im Umkreis
mehrerer Kilometer kein einziges Haus gesehen zu
haben. |

Die zweispurige, schmale Straße, die den Zug
über viele Kilometer begleitet, heißt
Olympic Highway. |

Immer noch Olympic Highway. |

Ein Waterhole, an dem sich Rinder (für die
ist es gedacht), Vögel und andere Viecher sammeln. |

Nun kommen wir in die Stadt Junee, ein "Unterzentrum"
auf dieser Strecke. Wir waren richtig erstaunt,
plötzlich so viele Häuser zu sehen. |

Junee - Pizza on Mainstreet. Noch fragen zur Größe
von Junee? |
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Nach vielen Stunden Zugfahrt sieht die Landschaft
immer noch so aus, wie kurz hinter Melbourne.
Fazit: einmal diese Strecke mit dem Zug reicht.
Nächstes Mal entweder fliegen (AU$ 99; etwa
120 Mark) oder mit dem Mietauto am Pazifik entlangfahren.
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